Der zweite KANALRATSCH zu Beginn des
Augsburger Kanuslalom Weltcups war ein voller Erfolg.
Wie es der Name bereits sagt, handelt es sich dabei nicht um eine offizielle
Pressekonferenz.
In lockerem Rahmen treffen sich hier Medienvertreter und TV Leute, Sportler,
Trainer und Verbände am Eiskanal, um Erfahrungen
auszutauschen und auch mal den ein oder anderen Blick hinter die Kulissen zu
werfen. Auch das bayerische Fernsehen nützte die Gelegenheit dem
KANALRATSCH beizuwohnen und auch
gleich noch die deutschen Teilnehmer beim anschließenden Training zu beobachten,
interviewt wurden extra noch der Olympiasieger
Canadier Einer Damen / die andere Technik bei Kanuslalom
Peking 2008 / Rückblick und Ausblicke
Es wurde ein ausführlicher Blick auf die neue Disziplin Canadier Einer Damen
geworfen. Vom ICF Development Programm war der französische C 1 Damentrainer
Quentin BOVE beim Kanalratsch dabei und berichtete von seinen Erfahrungen mit
den C 1 Damen und die Australierin Roslyn LAWRENCE betonte, dass die anderen C 1
Damen es sehr begrüßen, dass auch drei deutsche Starterinnen in Augsburg mit am
Start dabei sind. Roslyn LAWRENCE liebt ja die Augsburger Strecke besonders,
früher war sie mal im Kajak Einer Damen und mal im Canadier Einer unterwegs und
seit diesem Jahr konzentriert sie sich ausschließlich auf die neue Disziplin C
1. Ihr Schwerpunkt im Boot ist durch die andere „kniende“ Position höher und
dadurch wird es technisch schwieriger den Eiskanal zu befahren, aber es macht
ihr wahnsinnig viel Spaß, was auch der französische C 1 Damen Trainer
bestätigte. In Augsburg starten Carolin Schlumprecht, Michaela Grimm und Sabrina
Barm im C 1 (alles Augsburgerinnen).
Peking 2008 – Rückblick und Ausblicke auf die Zukunft
Der chinesische Teamleader Yong Huang war vor Ort und berichtete über seine
Eindrücke. China hat eine der größeren Teams mit 15 Booten am Start. Yong Huang
mag beide Strecken gerne, natürlich hat er viele tolle Erinnerungen an Peking
aber ihm ist ganz wichtig, dass Augsburg einen hohen Stellenwert bei den
internationalen Sportlern hat und
die chinesischen Sportler hierher sehr gerne kommen. Augsburg ist die „älteste“
Strecke und Peking hat die „modernste“ Strecke der Welt (olympische Spiele
2008).
Der Ex Bundestrainer Günther Brümmer, vor 12 Jahren begann er mit den
chinesischen Sportlern im Kanuslalom zu trainieren und er hat mehrjährige
Erfahrung mit dem Training des chinesischen Teams direkt aus dem Land der Mitte.
Seine feste Überzeugung ist, dass in zwei bis drei Jahren die chinesische
Mannschaft den Ton mit angeben wird, speziell im Bezug auf die C 1 Damen. Er
konnte aus seinem reichen Erfahrungsschatz berichten, der Unterschied zu den
europäischen Sportlern ist auch, dass die Disziplin bei den chinesischen
Sportlern einen wirklich höheren Stellenwert hat, dies und die schwerste Strecke
der Welt in Peking, mehrere Wettkampfstrecken sowie gute Trainer machen hier
einen zu erwartenden Sprung für das Slalomsport in China aus. In China gibt es
verschiedene Betrachtungsweisen, ein Beispiel: n Deutschland dauert es von der
Planung einer Wettkampfstrecke bis zum ersten Spatenstich in der Regel Monate,
in China wird gleich am nächsten Morgen begonnen einen Plan umzusetzen und zu
bauen begonnenn.
Die Frage an Yong Huang war noch ganz zum Schluß: Welche Ziele setzt sich er als
Trainer für den Weltcup in Augsburg? „Sie versuchen was möglich ist und werden
ihr Bestes geben. Medaillen, wenn
möglich, natürlich gerne!“
Für den ICF als technische Delegierte Sue Natoli
hier seit einigen Tagen vor Ort ist von der Strecke und den
Vorbereitungen begeistert. Der ICF Kanuslalom Weltcup beginnt heute Nachmittag
mit der Eröffnungsfeier um 17.00 Uhr und sie freut sich schon auf spannende
Wettkämpfe am Eiskanal.
Den Kanalratsch hielt souverän der Weltcup Pressechef Christian Doser ab,
unterstützt vom Dolmetscher Jörg Götz!
Marianne Stenglein/1.7..2010