Augsburger ICF Kanuslalom Weltcup 2.-4.7.2010

1.7.2010

 

Der zweite KANALRATSCH zu Beginn des Augsburger Kanuslalom Weltcups war ein voller Erfolg.

Wie es der Name bereits sagt, handelt es sich dabei nicht um eine offizielle Pressekonferenz.

In lockerem Rahmen treffen sich hier Medienvertreter und TV Leute, Sportler, Trainer und Verbände am Eiskanal, um  Erfahrungen auszutauschen und auch mal den ein oder anderen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Auch das bayerische Fernsehen nützte die Gelegenheit dem KANALRATSCH beizuwohnen und auch gleich noch die deutschen Teilnehmer beim anschließenden Training zu beobachten, interviewt wurden extra noch der Olympiasieger Alexander Grimm, Melanie Pfeifer und Fabian Dörfler, wird am Freitagabend  im dritten Programm ausgestrahlt.

 

Canadier Einer Damen / die andere Technik bei Kanuslalom

 

Peking 2008 / Rückblick und Ausblicke

 

Es wurde ein ausführlicher Blick auf die neue Disziplin Canadier Einer Damen geworfen. Vom ICF Development Programm war der französische C 1 Damentrainer Quentin BOVE beim Kanalratsch dabei und berichtete von seinen Erfahrungen mit den C 1 Damen und die Australierin Roslyn LAWRENCE betonte, dass die anderen C 1 Damen es sehr begrüßen, dass auch drei deutsche Starterinnen in Augsburg mit am Start dabei sind. Roslyn LAWRENCE liebt ja die Augsburger Strecke besonders, früher war sie mal im Kajak Einer Damen und mal im Canadier Einer unterwegs und seit diesem Jahr konzentriert sie sich ausschließlich auf die neue Disziplin C 1. Ihr Schwerpunkt im Boot ist durch die andere „kniende“ Position höher und dadurch wird es technisch schwieriger den Eiskanal zu befahren, aber es macht ihr wahnsinnig viel Spaß, was auch der französische C 1 Damen Trainer bestätigte. In Augsburg starten Carolin Schlumprecht, Michaela Grimm und Sabrina Barm im C 1 (alles Augsburgerinnen).

 

Peking 2008 – Rückblick und Ausblicke auf die Zukunft

 

Der chinesische Teamleader Yong Huang war vor Ort und berichtete über seine Eindrücke. China hat eine der größeren Teams mit 15 Booten am Start. Yong Huang mag beide Strecken gerne, natürlich hat er viele tolle Erinnerungen an Peking aber ihm ist ganz wichtig, dass Augsburg einen hohen Stellenwert bei den internationalen Sportlern hat und  die chinesischen Sportler hierher sehr gerne kommen. Augsburg ist die „älteste“ Strecke und Peking hat die „modernste“ Strecke der Welt (olympische Spiele 2008).

Der Ex Bundestrainer Günther Brümmer, vor 12 Jahren begann er mit den chinesischen Sportlern im Kanuslalom zu trainieren und er hat mehrjährige Erfahrung mit dem Training des chinesischen Teams direkt aus dem Land der Mitte. Seine feste Überzeugung ist, dass in zwei bis drei Jahren die chinesische Mannschaft den Ton mit angeben wird, speziell im Bezug auf die C 1 Damen. Er konnte aus seinem reichen Erfahrungsschatz berichten, der Unterschied zu den europäischen Sportlern ist auch, dass die Disziplin bei den chinesischen Sportlern einen wirklich höheren Stellenwert hat, dies und die schwerste Strecke der Welt in Peking, mehrere Wettkampfstrecken sowie gute Trainer machen hier einen zu erwartenden Sprung für das Slalomsport in China aus. In China gibt es verschiedene Betrachtungsweisen, ein Beispiel: n Deutschland dauert es von der Planung einer Wettkampfstrecke bis zum ersten Spatenstich in der Regel Monate, in China wird gleich am nächsten Morgen begonnen einen Plan umzusetzen und zu bauen begonnenn.

Die Frage an Yong Huang war noch ganz zum Schluß: Welche Ziele setzt sich er als Trainer für den Weltcup in Augsburg? „Sie versuchen was möglich ist und werden ihr Bestes geben. Medaillen, wenn  möglich, natürlich gerne!“

 

Für den ICF als technische Delegierte Sue Natoli  hier seit einigen Tagen vor Ort ist von der Strecke und den Vorbereitungen begeistert. Der ICF Kanuslalom Weltcup beginnt heute Nachmittag mit der Eröffnungsfeier um 17.00 Uhr und sie freut sich schon auf spannende Wettkämpfe am Eiskanal.

 

Den Kanalratsch hielt souverän der Weltcup Pressechef Christian Doser ab, unterstützt vom Dolmetscher Jörg Götz!

 

Marianne Stenglein/1.7..2010