Europameisterschaft in Ivrea endete mit Kajak Cross Wettbewerben!

27.09.2026 08:00
von Marianne Stenglein

Solch ein Ergebnis hatte niemand erwartet - EM Ivrea: Alle deutschen Crossboote im Achtelfinale ausgeschieden

EM Ivrea: Alle deutschen Crossboote im Achtelfinale ausgeschieden

Der letzte Tag der Europameisterschaften im Kanuslalom und Kajak-Cross im italienischen Ivrea war etwas enttäuschend für das deutsche Team. Alle fünf Crossboote, die sich für die Kopf-an-Kopf-Rennen qualifiziert hatten, schieden bereits in der ersten Runde aus.

Emily Apel (Kanu Schwaben Augsburg) und Andrea Herzog (Leipziger KC) erwischten beide in ihren Achtelfinals keinen guten Start von der Rampe und waren somit gleich im ersten Kopf-an-Kopf-Rennen ausgeschieden.

Felix Sachers (Leipziger KC) und Marten Konrad (WSC Dormagen) mussten im selben Achtelfinale starten. Zunächst sah es gut für Sachers aus, der als zwischenzeitlich Zweiter bis zum letzten Aufwärtstor gute Chancen auf ein Weiterkommen hatte. Konrad als bis dato Dritter attackierte allerdings dann seinen Team-Kameraden, weshalb am Ende noch der bis dahin Vierte noch an beiden Deutschen vorbeiziehen konnte. Für die beiden Deutsches bedeutete es das Aus. Und Stefan Hengst (KR Hamm) traf als zwischenzeitlich Dritter seines Rennens am letzten Aufwärtstor vermutlich die falsche Entscheidung, indem er den vor ihm liegenden Zweiten nicht attackierte, sondern das zweite Aufwärtstor befuhr. Damit war auch sein Aus besiegelt.

Cheftrainer Thomas Apel zieht ein überwiegend positives Fazit nach der EM, die aufgrund der späten Austragung in dieser Saison speziell war. Er denke, die Nominierung sei die richtige Entscheidung gewesen. Mittelfristig sei diese EM ziemlich die letzte Möglichkeit gewesen, „Nachwuchsathleten noch einmal eine Bewährungschance zu geben“, zumal diese bei seinen Saisonhöhepunkten in diesem Jahr sehr überzeugt hatte. Alle hätten sich auch bei der EM offensiv und mutig verkauft. Dabei hob er unter anderen die Leistungen von Anton Weber und Nova Müller. „Das hilft den Sportlern auch, sich und ihre Leistungen einzuordnen“, um zu sehen, „welcher Weg zur Weltspitze noch zurückzulegen ist“. Es sei ganz wichtig, dass sie ihre Medaillen in den Nachwuchsaltersklassen als zu hoch bewerten. „Sie konnten am eigenen Leib spüren, wie hart das Business mittlerweile ist.“

Natürlich hob er auch die Bronzemedaille von Emily Apel hervor, „damit kann sie sehr viel Positives mit in den Winter nehmen: Es funktioniert, wenn es mal funktioniert“. Auch Andrea habe sich gut geschlagen. „Dass wir bei den Männern eine kleine Baustelle haben, sahen wir schon über die Saison. Da werden wir ansetzen.“ Aber die Jüngeren hätten gezeigt, „dass sie durchaus in der Lage sind, auf die Etablierten Druck auszuüben“, somit die nationale Qualifikation kein Selbstläufer werden wird.

Im Kajak-Cross bewertete er die Time Trails als solide. Negativ sei gewesen, obwohl alle noch motiviert waren, unter Flutlicht zu starten, in den Kopf-an-Kopf-Rennen nicht mehr viel zusammengelaufen ist. „Es war ein Mix aus unglücklichen Entscheidungen. Und ich glaube, bei manchen war auch ein bisschen die Luft raus.“ Die Lehren daraus seien, dass in Vorbereitung auf die nächste Saison noch ein spezielles Kajak-Cross-Trainingslager angeboten werden soll.

Marianne Stenglein / Kanu Schwaben Augsburg / Presse / 27.9.2026 - Text Uta Büttner/Kajak Cross Bsp.Fotos

P.S. Wir freuen uns auf die Rückkehr von Emily Apel, damit wir ihr ganz/ herzlich zu ihrer EM-Bronze Medaille gratulieren können!

Zurück

German English